Ortsgeschichte
Die erste urkundliche Nennung des Ortes stammt aus dem Jahr 750 n. Chr.
Bis zum 19. Jahrhundert bestand die Gemeinde nur aus wenigen Anwesen, die
bis 1803 im Obereigentum des Klosters Ettal im Kurfürstentum Bayern standen.
Der Ort war Bestandteil des klösterlichen Herrschaftsgerichtes Murnau. Bis
1802 war Oberau Grenzort. Südlich des Dorfes begann die reichsunmittelbare
Grafschaft Werdenfels. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern
entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Die Loisach diente den Oberauer Flößern, die vor allem Gipsstein und Holz
nach München und Wien brachten, als Verkehrsweg. Der Verkauf von Gips
brachte dem Ort vom Ende des 18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts eine
besondere Zeit des Wohlstandes. Die Lage an der Gabelung zweier alter
Fernstraßen, die Venedig mit Augsburg verbanden, war eine weitere Quelle des
Wohlstandes.
Als in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts die Eisenbahn die Flößerei
verdrängte und die Gipsproduktion unrentabel wurde, waren es wiederum die
Wasserkraft und der Holzreichtum, die den Ort vor Bedeutungslosigkeit und
Armut bewahrten. Industriebetriebe siedelten sich an, Oberau wurde
Bahnstation und die neue Ettaler Bergstraße wurde eröffnet.
(text und
Bilder aus Wikipedia)